Luft nach Oben
Drei Tage im Zeichen des Messing, des Glaubens und der Musik

Zum 2. Deutschen Evangelischen Posaunentag 2016 in Dresden (von Freitag 03.06. bis Sonntag 05.06.) machten sich aus unserer Kirchengemeinde, eine Bläserin, drei Bläser, je drei Jung-Bläserinnen und –Bläser, sowie sieben mitreisende Posaunenchor-Enthusiasten auf den Weg in die wunderschöne Stadt am Elbufer. Diese bildete eine großartige Kulisse für drei Tage Flächengold (s. Foto)

Unser einzigartiges Hotel lag verkehrsgünstig, so dass wir uns kurz nach der Ankunft, auf den Weg in die Stadt machten. Überall begegnete man Menschen, die einen Teilnehmerausweis um den Hals trugen – ob Bläser oder Besucher war auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Neben uns hatten sich nämlich 22.415 Personen zu Teilnahme angemeldet. Ab 17 Uhr fand zeitgleich auf dem Altmarkt und Neumarkt die Eröffnungsveranstaltung statt. Leider erwischte uns dort ein kräftiger Regenschauer. Aber mit viel „Luft nach oben“ haben die Bläserinnen und Bläser die Wolken vertrieben, so dass wir ab 21:30 Uhr beim Nachtkonzert mit der „Blassportgruppe Südwest“ zumindest von Außen trocken blieben.

Nach einer mehr oder weniger kurzen Nacht und einem guten Frühstück fuhren die Aktiven zur Bläserprobe ins Stadion. Wir Gäste konnten in der Stadt an jeder Ecke wunderschönen Klängen lauschen und uns die eine oder andere Sehenswürdigkeit anschauen. Um 18:30 Uhr machte sich unsere ganze Gruppe auf den Weg zum Königsufer und nahm auf den Stufen vor dem Sächsischen Finanzministerium Platz. Eingerahmt von der Augustus- und der Carolabrücke, auf der viele, viele Zuhörer standen und der Brühlschen Terrasse auf der die vereinigten Landesjugendposaunenchöre spielten, gaben auch unsere Bläser/innen ihr Bestes, um den ein oder anderen richtigen Ton zur Serenade beizusteuern. Der Klang und das Leuchten der Instrumente beeindruckten ebenso wie die Stille der Menschen, wenn gerade kein Ton erklang oder ein Wort gesprochen wurde. Mit einem wunderschönen Feuerwerk ging auch dieser Abend spät zu Ende.

Johannes machte sich am Sonntag früher als alle anderen auf den Weg ins Stadion, um uns einen möglichst optimalen Platz zu sichern. Ihm gelang es u.a. eine Reihe zu besetzen, die wegen des Fluchtweges nicht von Bläserinnen oder ein Bläsern besetzt werden durfte, so dass auch wir Begleiter/innen in demselben Block sitzen durften. Nach der Anspielprobe und dem Vorprogramm begann um 12 Uhr der Abschlussgottesdienst.

Nach dem Besuch des Posaunentages 2008 in Leipzig wurde durch die Hartnäckigkeit von Heinz aus zwei Begleiterinnen im Jahr 2012 Jungbläserinnen. Warten wir mal ab, wie viele Jungbläser/innen im Jahr 2020 den Chor bereichern…(Stefan Schmidt)